Allergietests: sich auf Allergien testen lassen

 

Allergietests: sich auf Allergien testen lassen

 

 

Es handelt sich bei einer Allergie um die überschießende Reaktion der körpereigenen Abwehr, des Immunsystems, auf Substanzen, die vom Grundsatz her harmlos sind.

Harmlose Stoffe werden vom Körper als gefährlich eingestuft, wodurch eine Abwehrreaktion ausgelöst wird. Diese Abwehr wird normaler Weise nur bei Viren und Bakterien aktiv, um Infektionen möglichst erfolgreich abzuwehren.

Somit handelt es sich bei einer Allergie um eine fehlgesteuerte Antwort des Immunsystems auf Substanzen aus der Umwelt, die eigentlich ungefährlich sind.

 

 

Was ist ein Allergietest?

 

 

Ein Allergietest ist ein diagnostischer Test, der dem Nachweis von Allergien auf getestete Allergene (körperfremde Stoffe) dient.

 

 

Wann sollte ein Allergietest durchgeführt werden?

 

 

Grundsätzlich sollte ein Allergietest erfolgen, wenn eine unspezifische Symptomatik vorliegt und eine Allergie durchaus möglich erscheint. Bei einer unklaren Genese in Bezug auf eine Atemwegssymptomatik kann es sich beispielsweise um eine Hausstaub- oder Tierallergie bzw. um Heuschnupfen handeln.

 

 

Wie viel kostet ein Allergietest?

 

 

Die Kosten für Allergietests liegen im zwei- bis dreistelligen Euro-Bereich. Sie variieren je nach Testverfahren und Anbieter. In der Regel übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bei konkreten Verdachtsmomenten einer Allergie die Kosten.

Der Intrakutantest, auch Intradermaltest genannt, wird meistens in der Spezialambulanz eines Krankenhauses durchgeführt und über das LKF-System mit den GkVs bzw. PKVs abgerechnet.

Ein Allergie-Bluttest ist bzgl. der Kosten schwer einzuordnen, weil Aufwand und Umfang sehr unterschiedlich sein können.

 

 

Wo kann man sich auf Allergien testen lassen?

 

 

Die erste Wahl, um sich auf Allergien testen zu lassen, ist der Allergologe. Häufig führen Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Dermatologen und Pneumologen die Zusatzbezeichnung „Allergologie“. Dies trifft teilweise auch auf Kinderärzte zu.

Besteht der Verdacht auf eine Lebensmittelallergie, sind der Gastroenterologe oder auch der Internist die richtigen Ansprechpartner.

 

Wer erst einmal einen Selbsttest machen möchte, kann sich in der Apotheke oder online informieren.

 

Online-Fragebögen vermitteln auf Basis der Antworten ein „Ergebnis“ zu Allergien, die vorliegen können. Bei Heuschnupfen beispielsweise kann dieser Test ein Schritt in die richtige Richtung sein um abzuklären, ob eine Pollenallergie besteht. Dieser und auch andere Selbsttests ersetzen auf gar keinen Fall eine ärztliche Diagnose.

 

Welche Allergietests gibt es?

 

 

Bevor eine der nachstehenden Allergietestungen durchgeführt wird, ist eine ausführliche Anamnese erforderlich. Dazu gehören im Einzelnen, welche chronischen Krankheiten, Unverträglichkeiten, Medikamenteneinnahmen, außergewöhnlichen Belastungen und familiären Allergien bekannt sind.

Hilfreich ist auch ein Allergie-Tagebuch mit Verlaufsbeobachtungen bzgl. der Beschwerden.

Anhand der anamnestischen Ergebnisse kann ein möglichst zielführender Allergietest durchgeführt werden.

 

Hauttests

 

 

Mit Intrakutantest, auch Intradermaltest genannt, auf Allergien testen

 

 

Dieser Allergietest funktioniert wie der Pricktest und wird jenseits der standardisierten Testverfahren zur Diagnose von Allergien gegenüber Arzneimittel und Insektengifte eingesetzt. Zudem ergänzt er die allergologische Diagnostik vor allem beim Nachweis der Sensibilisierung gegenüber schwachen Allergenen. Bei der Durchführung wird mit einer dünnen Nadel etwas Flüssigkeit unter die Haut injiziert. Der Test gilt einerseits als sensitiver aber andererseits auch als invasiver.

 

 

Kratztest, auch Scratchtest oder Scarifikationstest genannt

 

 

Der nahezu schmerzlose Allergietest wird zur Diagnostik einer IgE-vermittelten allergischen Reaktion vom Typ I-Allergie / Soforttyp mit nativen Allergenen wie Medikamente, Berufsstoffe, Nahrungsmittel auf der Haut durchgeführt. Wird auch vor einem Prick- bzw. Intrakutantest durchgeführt,um auf Allergien zu testen.

Die vom Patienten mitgebrachten Nativallergene werden in einer speziellen Lösung gelöst und auf die Haut aufgetragen. Zeitgleich wird die Haut vorsichtig angeritzt und ein Positiv-/Negativtest durchgeführt. Bereits nach ca. 20 Minuten kann das Ergebnis abgelesen werden. Ein anaphylaktischer Schock sowie Atemnot und Kreislaufprobleme sind äußerst selten.

 

 

Pricktest

 

 

Der Pricktest ist ideal, um Allergien vom Soforttyp (Typ I) nachzuweisen. Deshalb wird dieser bei Verdacht auf eine Pollen-, Hausstaubmilben-, Tierhaar-, Schimmelpilz- und Insektengiftallergie mit standardisierten Testallergenen durchgeführt.

Auf der Innenseite des Unterarms wird ein Nummernraster aufgezeichnet bzw. aufgeklebt. An jeder Nummernstelle wird ein Tropfen von unterschiedlichen Allergen-Testlösungen aufgetragen. Jede Stelle wird anschließend vorsichtig angeritzt. Kommt es zu einer positiven (allergischen) Reaktion, rötet sich die Haut. Auch juckende Quaddeln können sich bilden. So kann festgestellt werden, auf welches Allergen der Körper allergisch reagiert.

Zur Positiv-Negativ-Kontrolle kann eine Histamin-Lösung sowie eine allergenfreie Lösung aufgetragen werden.

Zu den Nachteilen gehören, dass das Ergebnis durch Medikamente wie Histaminika beeinflusst werden kann. Zudem kann der Prick-Test nicht bei anderen bestehenden Hautkrankheiten durchgeführt werden.

 

Hinzukommt, dass

- die Auswahl der Testsubstanzen immer geringer wird

- ein seltenes Risiko von systemischen Reaktionen besteht

- der Test bei Säuglingen und Kleinkindern kaum durchführbar ist

 

Teilweise wird dieser Test auch mit einem Multi-Prick-Teststempel durchgeführt. Die Test-Durchführung ist einfacher zu handhaben und das Ergebnis liegt mit sichtbarer Reaktion schneller vor.

 

 

Patch-/Pflastertest (Epikutantest)

 

 

Dieser Allergietest wird fast schon standardmäßig angewendet, um eine Kontaktallergie der Haut bzw. der hautnahen Schleimhäute zu diagnostizieren.

Die Testsubstanzen werden auf ein speziell präpariertes Pflaster aufgetragen, dass anschließen auf dem Rücken fixiert wird. Hautveränderungen deuten auf die ein oder andere Kontaktallergie hin. So können relativ viele Allergieauslöser (auch aus dem beruflichen Umfeld) getestet werden.

 

 

Allergien testen mit einem Provokationstest

 

 

Hier ist zu unterscheiden zwischen unterschiedlichen Formen für einen Allergietest:

1. Nasaler Provokationstest

Hier wird die Reaktion auf Allergene aus der Luft getestet. (Heuschnupfen ?)

 

2. Konjunktivaler Provokationstest

Auch hier wird auf Allergene aus der Luft getestet. Allerdings am Auge bei allergischer Konjunktivitis (Bindehautentzündung).

 

3. Inhalativer Provokationstest (mit Lungenfunktionsprüfung)

Hier wird mittels Spirometrie oder Ganzkörper-Plethysmographie auf allergische Reaktionen der Bronchien bzgl. Allergenen aus der Luft getestet.

 

4. Nahrungsmittelprovokation

Das zu testende Lebensmittel wird in zunehmender Menge oral verabreicht.

 

5. Provokationstestung mit Arzneimitteln

Die Durchführung ist identisch mit der Nahrungsmittelprpvokation.

 

6. Insektenstichprovokation

Das Gift der Insekte, das als allergieauslösend gilt, wird stationär im Krankenhaus injiziert, um eine Hyposensibilisierung durchzuführen.

 

 

Blutuntersuchungen als Allergietests

 

 

 

Ein Blut-Allergietest liefert allgemein gültige Indizien für das Bestehen einer Allergie bzw. den Nachweis für bestimmte Auslöser einer Sensibilisierung. Im Blut können folgende Allergene untersucht werden:

- Hausstaubmilden

- Pollen

- Schimmelpilz

- Hausstaub

- Tierhaare

- Arznei- und Nahrungsmittel

 

Wird bei der Blutanalyse im Labor ein erhöhter Immunglobulin-E-Spiegel nachgewiesen, kann eine Allergie vorliegen. Die Risiken sind nicht höher als bei jeder anderen Blutentnahme.

 

 

Gibt es Risiken bei Allergietests?

 

 

Beim Intrakutantest, auch Intradermaltest genannt, gehört der anaphylaktische Schock, der zum Glück nur selten auftritt, zu den bekannten Risiken. Wird eine Lösung mit saurem pH-Wert verwendet, kann ein leicht brennendes Gefühl entstehen.

Beim Kratztest (Scratchtest) kann bei einer schweren allergischen Reaktion der gesamte Unterarm von einer Rötung betroffen sein.

Bei Schwangeren und schwer kranken Menschen darf der Scratchtest nicht durchgeführt werden.

Beim Pricktest und der Anwendung des Multi-Prick-Teststempels sind keine Risiken bekannt.

In seltenen Fällen ist beim Patchtest in puncto Risiken zu beobachten, dass sich eine Allergie entwickelt hat, die vorher nicht bestand. Bei starken Reaktionen kann es zu einer Narbenbildung kommen. Auch Pigmentverschiebungen können auftreten.

Beim Provokationstest kann es aufgrund von heftigen Reaktionen zu Problemen kommen.

 

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