Allergien - hier mehr erfahren

 

Allergien

 

 

Aktuell leiden ca. 20 % der erwachsenen Bevölkerung in Deutschland an Allergien. Tendenz weiter steigend. In Zukunft, so schätzen Experten, wird jeder Zweite in Europa an einer Allergie leiden.

 

 

Was sind Allergien?

 

 

Allergien sind eine Sensibilisierung. Das heißt: Der Körper wird sensibel für ein bestimmtes Allergen.

 

 

Was ist eine allergische Reaktion?

 

 

Unter einer allergischen Reaktion versteht man, dass die Immunabwehr im Körper eigentlich harmlose Stoffe als Fremdstoffe identifiziert und dann angreift.

 

 

Lassen sich Allergien heilen?

 

 

Hier stellt sich die Frage, wie der Begriff „Heilung“ definiert wird. Wird unter „Heilung“ verstanden, dass über einen sehr langen Zeitraum keine Beschwerden bestehen, lautet die Antwort: Ja, Allergien lassen sich heilen.

 

 

Typische Allergieauslöser

 

 

● Pollen von Bäumen und Gräsern

● Hausstaub

● Tierhaar

● Lebensmittel

● Sonne

● chemische Stoffe, Metalle

 

 

Allergie-Symptome erkennen

 

 

Zu den häufigsten Allergie-Symptomen gehören

- eine laufende oder verstopfte Nase

- tränende und/oder juckende Augen

- brennende und/oder geschwollene Augen

- häufiges Niesen, Niesreiz

- Husten und/oder Atembeschwerden

- Hautrötung und Juckreiz

- Hautausschlag, Knötchen, Quaddeln

- Erbrechen, Durchfall, Gewichtsschwankungen (Lebensmittelallergie)

 

 

Arten von Allergien Typ I bis Typ IV erkennen

 

 

Der Heuschnupfen, die Pollenallergie. Gehört zum Typ 1.

Der symptomatische Verlauf ist gekennzeichnet von häufigem Niesen, tränenden Augen, einer verstopften oder laufenden Nase sowie einer erschwerten Atmung. Auch eine gereizte Haut und Müdigkeit können auftreten.

Die Hausstaubmilbenallergie gehört ebenfalls mit einer Sofort-Reaktion zum Typ 1. Sie beruht auf einer allergischen Reaktion auf zum Beispiel Ausscheidungen der Hausstaubmilbe. Die Symptome gleichen denen der Pollenallergie, dem Heuschnupfen.

 

Gleichfalls zum Typ 1 gehört die Tierhaarallergie. Die Symptome sind in etwa vergleichbar mit denen der Pollenallergie. Darüber hinaus kann es zu einer allergischen Bindehautentzündung, einem allergischen Asthma (mit Hustenanfällen), einer Atemnot sowie einer Neurodermitis kommen. Auch eine Nesselsucht mit Quaddeln und Hautrötungen ist möglich. Häufig reicht es schon aus, sich in einem Raum aufzuhalten, in dem sich vorher ein Hund oder eine Katze aufgehalten haben.

 

Eine Lebensmittelallergie gehört zum Typ 1. Sie wirkt sich auf den Magen-Dram-Trakt sowie die Haut und die Atmung aus. Ist der Magen-Darm-Trakt betroffen, gehören Erbrechen, Durchfall, Gewichtsschwankungen oder Schmerzen zu den bekannten Symptomen.

Ist die Haut betroffen, kommt es zu starkem Juckreiz, Rötungen, Schwellungen und einer Pustel- oder Quaddelbildung. Auch Kribbeln und Kratzen im Hals-Rachenraum ist bekannt. Seltener werden Atemprobleme und Kurzatmigkeit beobachtet.

 

Bezogen auf eine Kreuzallergie, die auch zum Typ 1 gehört, sind die Symptome sehr ähnlich wie bei einer Lebensmittelallergie.

 

10-20 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer Sonnenallergie. Diese wird nach 2-3 Tagen anhand von massiven Hautirritationen begleitet, die nur an sonnenexponierten Stellen auftreten. Diese Allergie gehört meistens zum Typ IV.

 

Die Kontaktallergie gehört zum Typ IV und ist gekennzeichnet von Juckreiz, Brennen, Stechen und schmerzender Haut. Rötungen, Pusteln sowie eine Nesselsucht gehören zu den charakteristischen Symptomen.

 

Hier noch ein kleiner zusammenfassender Überblick bzgl. allergischen Krankheiten

 

 

Beispiele für eine Typ-I-Allergie:

 

- Heuschnupfen (allergische Rhinokonjunktivitis, allergischer Schnupfen)

- Nesselsucht (Urtikaria)

- Quincke-Ödem (stare Haut und Schleimhautschwellungen)

- allergisches Asthma bronchiale

- anaphylaktischer Schock

 

 

Typische Erkrankungen der Typ-II-Allergie:

 

- Blutunverträglichkeiten bei Transfusionen

- Rhesusfaktorunverträglichkeit bei Neugeborenen

- Thrombopenie (zu wenig Blutplättchen)

- Morbus Basedow (Autoimmunkrankheit)

 

 

Typische Erkrankungen der Typ-III-Allergie:

 

- Vaskulitis (Gefäßentzündung)

- Serumkrankheit

- Alveolitis (Entzündung der Lungenbläschen)

- Farmerlunge

- Nephritis (Entzündung der Nieren)

- Arthritis (Entzündungen der Gelenke)

 

 

Beispiele für Typ-IV-Allergien:

 

- Kontaktdermatitis (direkter Hautkontakt mit einem allergieauslösenden Stoff)

- Tuberkulinreaktion (Reaktion der T-Lymphozyten auf Antigene)

- Transplantatabstoßung

 

 

Ursachen, Häufigkeit und Verlauf

 

 

Als häufigste Allergieerkrankungen wurden in der „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1) wurden neben Heuschnupfen (Pollenallergie) und Kontaktekzemen auch Nahrungsmittelallergien, Nesselsucht (Urtikaria) und Insektengiftallergien genannt.

 

 

Pollenallergie

 

Ursache(n)

 

Beim Heuschnupfen, einer Pollenallergie auf Gräser, Bäume oder Kräuterpollen, ist die Rede von einer Sofortreaktion (allergische Typ-1 Reaktion).

Es kommt im Körper zu einer Überreaktion des Immunsystems auf Baum-, Kräuter oder Gräserpollen, die eigentlich harmlos sind, aber fälschlicherweise als Krankheitserreger erkannt werden. Kommt es zu einem allergenen Kontakt, dann wird beim Zweitkontakt innerhalb von Sekunden oder Minuten Histamin (ein Botenstoff) ausgeschüttet, der die typischen Symptome verursacht.

 

 

Häufigkeit:

 

Ungefähr 16 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer Pollenallergie durch Bäume, Gräser oder Kräuter.

 

Verlauf:

 

Die ersten Symptome für Heuschnupfen, also eine Pollenallergie, können sich bereits im Dezember oder Januar zeigen. Das Frühjahr und die ersten Sommermonate sind jedoch als die Zeit zu benennen, in der die meisten Allergien dieser Art auftreten.

 

Der Verlauf der Allergie-Symptome ist jährlich wiederkehrend streng saisonal zur Blütezeit.

 

 

Hausstaubmilbenallergie

 

Ursache(n)

 

Hier beruht die allergische Reaktion nicht auf den Hausstaub, sondern auf enthaltene Substanzen wie beispielsweise die Ausscheidungen der Hausstaubmilbe. Die winzigen Kotpartikel (Allergene) sind im Staub gebunden, was ihre Verteilung begünstigt. Bei der allergischen Sofort-Reaktion wird Histamin ausgeschüttet, was zu den allergischen Reaktionen wie bei einem Heuschnupfen führt, die zuvor erläutert wurden.

 

Häufigkeit:

 

10-15 % der Bevölkerung leiden unter einer Hausstaubmilbenallergie. Ein weiterer Anstieg ist prognostiziert.

 

Verlauf:

 

Eine Hausstauballergie entwickelt sich meistens im Kinder- und Jugendalter und hält ein Leben lang an. Tritt ein sogenannter Etagenwechsel auf, entwickeln sich die Symptome von den oberen zu den unteren Atemwegen, wodurch sich ein Asthma entwickeln kann.

 

 

Tierhaarallergie

 

Ursachen:

Die Ursache liegt nicht direkt im Tierhaar, sondern in bestimmten Substanzen des Fells und der Umgebung des Tieres. Proteinverbindungen in Hautschuppen sowie im Speichel, Schweiß und Ausscheidungen gelten als die allergenen Auslöser für eine Sofort-Reaktion mit Histaminausschüttung.

 

Häufigkeit:

 

 

10-20 % der Weltbevölkerung sind insbesondere auf Hunde und Katzen allergisch.

 

Verlauf:

 

Eine Allergie auf Tierhaare führt meistens zu einem allergischen Schnupfen, der von Juckreiz in der Nase und gereizten sowie tränenden Augen begleitet werden kann. Die Symptome treten kontaktbezogen auf, sobald die Person mit Allergenen konfrontiert wird.

 

 

Lebensmittelallergie

 

Ursachen:

Eine Lebensmittelallergie liegt vor, wenn eine immunvermittelte Reaktion auf Nahrungsmittel ausgelöst wird, weil der Körper spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Lebensmittel-Proteine bildet. In Folge dessen werden bestimmte Botenstoffe ausgeschüttet, deren Menge auch von der Höhe des allergenen Risikos eines Lebensmittels abhängt.

 

 

Häufigkeit:

 

Schätzungsweise leiden drei bis vier Prozent der Menschen in Deutschland an einer Lebensmittelallergie.

 

 

Verlauf:

 

 

Eine Lebensmittelallergie liegt vor, wenn eine immunvermittelte Reaktion auf Nahrungsmittel ausgelöst wird, weil der Körper spezifische IgE-Antikörper gegen bestimmte Lebensmittel-Proteine bildet.

Im Kindesalter lösen häufig Nuss-, Fisch- und Getreideprodukte eine allergische Reaktion aus. Im Erwachsenenalter sind es eher Milch, Eier, Obst, Gemüse und Gewürze.

 

 

Kreuzallergie

 

 

 

Ursachen:

 

 

Eine Kreuzallergie wird durch Lebensmittel ausgelöst, die in ihrer Struktur dem strukturellen Aufbau von Pollen ähneln, gegen die eine Allergie besteht. Sehr oft sind Rosecea-Früchte wie Äpfel, Kirschen und Pfirsiche und bei den Gemüsesorten Karotten bzw. Sellerie als Allergene bekannt. Auch Baum- und Erdnüsse sowie Soja können zu einer Kreuzreaktion führen.

 

 

Häufigkeit:

 

 

Eine Kreuzallergie tritt bei 90 % der Pollenallergiker/-innen auf.

 

 

Verlauf:

 

 

Der Verlauf kann mit dem einer Lebensmittelallergie gleichgestellt werden.

 

 

Sonnenallergie (Photodermatose = Reaktion auf Licht)

 

 

 

Ursachen:

 

 

Bezogen auf die Ursache besteht bisher lediglich der Verdacht, dass freie Radikale in der Luft die Reaktion vermitteln. Diese Vermutung basiert auf einer abnormalen Reaktion auf Sonnenlicht. Die „Mallorca-Akne“ wird durch eine Reaktion auf die ultraviolette Licht-Komponente in Verbindung mit Sonnenmilch hervorgerufen.

 

 

Häufigkeit:

 

 

10-20 % der Bevölkerung in Deutschland leiden unter einer Sonnenallergie. Zu 90 % der beruht die allergische Reaktion auf Licht im Wirkungsspektrum des UV-A-Bereichs.

 

 

Verlauf:

 

 

An Hautstellen, die der Sonne ausgesetzt sind, bilden sich Bläschen und manchmal auch Ödeme. Manchmal schuppt sich die Haut, es bilden sich Knötchen und häufig kommt auch Juckreiz hinzu.

 

 

Kontaktallergie:

 

 

 

Ursachen:

 

 

Meistens sind Metalle oder chemische Stoffe die Auslöser, indem sie sich an Körperzellen binden, die dadurch höchstwahrscheinlich selber zum Antigen werden. Mit Hilfe der T-Lymphozyten werden sie vom Immunsystem bekämpft.

 

 

Häufigkeit:

 

 

Ca. 20 % der Bevölkerung in Europa leiden an einer Kontaktallergie gegen mindestens eine Substanz. Lt. UBA (Umweltbundesamt) sind 10 Millionen Menschen in Deutschland sensibilisiert und bei sechs Millionen zeigen sich akute Kontaktbeschwerden.

 

 

Verlauf:

 

 

Sobald kein Kontakt mehr zur auslösenden Substanz besteht, klingt die Symptomatik nach zwei bis drei Wochen wieder ab. Bei einem längeren Verlauf besteht die Gefahr einer Infektion durch Pilze oder Bakterien.

 

 

Sich auf Allergien testen lassen – so geht`s

 

 

Ein Allergietest kann als Haut- oder Bluttest bei einem Allergologen durchgeführt werden. Er kann auch allergische Krankheiten diagnostizieren. Andere Fachärzte tragen den Zusatz "Allergologe" bzw. Facharzt für Allergologie.

 

 

Mit Allergien leben und sich behandeln lassen

 

 

Bei mir wurde eine Allergie festgestellt. Jetzt ist die Frage: Was kann ich tun und wie geht es weiter?

 

Drei Therapieprinzipien bei Allergiesymptomen liegen einer Behandlung zugrunde:

 

 

Allergenkarenz:

 

 

Hier geht es darum, die Allergieauslöser zu meiden. Sie ist von Natur aus die effektivste Möglichkeit, einen Allergieschub zu vermeiden und/oder einer Verschlimmerung in Richtung allergische Krankheiten vorzubeugen.

 

Es gibt aber auch Möglichkeiten, die Allergiebelastung zu reduzieren. Dies gelingt am besten mit einer symptomatischen Therapie, die ausnahmsweise nicht an der Ursache ansetzt, weil es situationsbedingt „nur“ um eine schnelle Besserung der Symptome geht.

 

 

Medikamente gegen akute Symptome:

 

 

Nicht immer kann den Allergenen aus dem Weg gegangen werden. Deshalb werden antiallergische Medikamente, zu denen Antihistaminika und Glukokortikoide gehören, verschrieben, um akute Beschwerden zuverlässig lindern zu können. Welches Mittel richtig ist, hängt einerseits von Art und Schwere der Allergie ab und andererseits vom Alter und einer eventuellen Schwangerschaft.

 

 

Dazu gehören zwei Wirkstoffgruppen:

 

 

- Antihistaminika als klassisches Antiallergika

 

Sind die Symptome nur leicht bis mittelschwer ausgeprägt, gelten diese als erstes Mittel der Wahl in der Humanmedizin. Heuschnupfen, eine Hausstaubmilbenallergie sowie eine Tierallergie gehören zu den Anwendungsbereichen für ein Antihistaminika.

Die Wirkung bezieht sich auf die Hemmung des Botenstoffs Histamin, der sich an bestimmte Rezeptoren bindet und so als Allergieauslöser fungiert.

 

- Glukokortikoide (umgangssprachlich Kortison/Kortisol)

 

Diese sind in ihrer antiallergischen Wirkung besonders stark und verfügen zudem über eine antientzündliche Wirkung. Viele kennen die Wirkung durch kortisonhaltigen Nasenspray.

 

Kortisol beeinflusst als körpereigenes Hormon viele lebenswichtige Prozesse im Körper. Dazu gehören der Stoffwechsel sowie der Wasser- und Mineralstoffhaushalt. Die in Kortison eingesetzten künstlich hergestellten Kortisolabkömmlinge besitzen eine hohe antiallergische und entzündungshemmende Wirkung.

Dadurch werden die Bildung von entzündungsfördernden Botenstoffe und die Aktivierung von Entzündungszellen gehemmt. Zudem können Schwellungen gelindert werden.

 

 

 

 

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